Drifting

1995

12-Kanal Videoinstallation
mit schräg von oben nach unten in Wand und Boden eingelassenen Monitoren,
permanente Installation im Swarovski-Museum, Wattens/Innsbruck, Österreich, von 1995 – 1998
hier: Simulation mit 3 Monitoren
Länge der einzelnen Filme: jeweils 5 Min.
Toncollage: Frieder Butzmann

„In eine geheimnisvolle Welt aus ewigem Eis führt die Installation „Drifting“ der Videokünstlerin Maria Vedder die Besucher. Wie Kristalle sich um winzige Zentren strukturieren und Gitter bilden, werden hier auf zwölf Monitoren Bilder um einer unsichtbare Mitte verflochten. Die Portraits alter Männer aus Tirol, ein Eisbär vor der kühlblauen Polarnacht, Gletscherlandschaften – Synonyme für Weisheit und Einsamkeit – gleiten wie Tautropfen die Diagonale der Monitore hinab am Betrachter vorbei. Doch wie Wasser zwischen Erde und Himmel, hohen Bergkämmen und tiefen Gesteinsschichten zirkuliert, erscheinen auch die Bilder erneut im visuellen Kreislauf.“
Sybille Weber